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Plan Geropark 0321
Plan Geropark 0321

Plan Geropark

An dieser Stelle zeigen wir den derzeit aktuellen Plan.

Plan Geropark 0321

  1. Generell gibt es viele gute Aspekte in der Planung, in die ich mich auch gar nicht einmischen möchte.

    Zwei Dinge sind aus meiner Sicht unklar bzw. inakzeptabel:

    Erstens wird im Plan nicht deutlich, welche Bäume aus dem Bestand entfernt werden sollen. Eine Angabe dazu wäre schön. Es sollte in der Planung berücksichtigt werden, möglichst jeden Baum zu erhalten, z.B. durch die Anordnung der Spielgeräte.

    Zweitens die Wegführung auf der Südseite des Parks, parallel zur Fliehtstraße. Der Wegabschnitt zwischen Unterführung und neuer Brücke, für den m.E. keine Notwendigkeit besteht, sollte komplett entfallen. Dann könnte der Weiher noch etwas größer bleiben und die Böschung kann weiterhin als ungestörter Rückzugsort für die Tiere dienen, den es sonst nirgenwo in der neuen Planung mehr gibt. Weiterhin bräuchte man sich auch keine Sorgen über einen möglichen „Angstraum“ an dieser Stelle zu machen. Radverkehr wie gehabt durch den Park erlauben – hier gab es bisher so gut wie keine Konfliktpunkte. Ansonsten (leider außerhalb des Planugsbereichs) sollte die Stadt sowohl für eine gut befahrbare Fahrradroute nördlich des Parks (Lüpertzender Str. – Weiherstr. – Gasthausstr., etc.), als auch einen geschützten Radweg auf der Hittastr./Fliehtstr. einrichten. Somit würde ein „schneller“ Radverkehr dem Park entzogen und gleichzeitig käme die Stadt einer Förerung des bisher stark vernachlässigten Radweg-Angebots nach.

  2. Vorausschicken möchte ich, dass die Neugestaltung des Geroparks hier im Viertel sehr begrüßt wird. Ich freue mich besonders, dass die überalterten Spielgeräte durch neue ersetzt werden! Bauchschmerzen bereitet mir allerdings der Umgang mit dem alten Baumbestand im Park. Stand November letzten Jahres sollten 27 Bäume gefällt werden! Im März diesen Jahres waren es dann „nur“ noch 18!? Wie kann man einer Planung vertrauen, die erst nach Protesten von einzelnen Politikern und vielen Bewohnern der Altstadt, plötzlich 9 Bäume aus dem Hut zaubert, die jetzt doch stehen bleiben dürfen? Warum wurde nicht gleich entsprechend geplant? Außerdem wünsche ich mir eine Expertenmeinung, z.B. von Seiten der Mags: Wie wird der Baumbestand mit seinen an der Oberfläche liegenden Wurzeln den Umbau überstehen? Wie viele Bäume werden dann langfristig noch gefällt werden müssen? Ein weiteres Ärgernis ist der neue Radweg, der parallel zur Hittastraße verlaufen soll. Nur weil die Politik sich konsequent weigert, Verkehrsräume neu aufzuteilen (das heißt, sichere Radwege in den Straßenverkehr zu integrieren ), wird dem Park Fläche entzogen. Der Rückzugsraum für Wasservögel und andere Kleintiere wird durchschnitten und nachhaltig gestört. Aus dem Weiher dann doch eher ein Graben! Der Randbereich zur Hittastraße wird durch Zufahrten zerklüftet und die Begrenzung zur stark befahrenen Hittastraße zerfranst. Offenbar wünscht die Gladbacher Fahrradlobby diesen Weg nicht. Sie sieht den Radweg, wo er hingehört: Auf der Straße und nicht auf Kosten von Mensch und Natur im Park!

  3. Leider ist es so, dass die Planungen der Architekten oft vordergründig ansprechend daherkommen. Viel Natur, Wasser, frohe Menschen und vieles mehr ist auf den Entwürfen zu sehen. Im Nachhinein sieht das Ganze dann oft komplett anders aus: eher so Richtung Betonwüste mit ein wenig Rasen und ein paar neu gepflansten Bäumchen, die 50 oder 60 Jahren brauchen, bis sie mal an den Habitus der zuvor im Sanierungswahn gefällten Bäume herankommen. Ein gutes Beispiel ist hier der Hugo-Junkers-Park in Rheydt. Von der einst „grünen Lunge Rheydts“ ist nicht mehr viel übrig. Alles gepflaster, alter Baumbestand fast komplett weg, ein paar junge Bäumchen, die wie oben beschrieben vieeeeeeel Zeit zum wachsen brauchen. Für mich sieht es dort entsetzlich aus, kein Vergleich mit dem zuvor wunderschön verwunschenen Hugo-Junkers-Park. Ich fürchte, so wird es auch dem Hans-Jonas-Park, dem Geroweiher und dem Platz der Republik ergehen: alles neu gepflastert, hier ein Stück Rasen, da ein paar Bäumchen, die als solche kaum zu erkennen sind. Und das alles nur, weil man unbedingt Fördergelder der EU, des Bundes oder Landes ausgeben will. Mir erschließt sich diese Philosopie nicht. Nehmen wir den Geroweiher mit seinem wunderschönen Baumbestand, die Wiesen und den Teich mit den Enten, den Sträuchern etc… Warum muss man das weg machen? Käme irgendwer in so wundervollen historischen Städten wie Heidelberg oder Marburg auf die Idee solche Plätze einfach weg zu machen und zuzupflastern? Sicher nicht. Ich würde auch den Platz der Republik attraktiver gestalten wollen, aber bitte MIT den alten Bäumen.

    @Thomas Hoffmann: bitte keine Expertenmeinung von der mags einholen, dann sind die Bäume alle weg!

  4. Ich bin da voll bei der Initiative
    In der Bestandsaufnahme fällt auf, dass sogut wie kein Altbaum absolut als gesund eingestuft wurde??!! – also bei der Planung disponibel sein sollen
    Da sollte man noch mal genauer hinsehen!
    Insbesondere langlebige Harthölzer sind wertvoll und prägen den Park nachhaltig.
    Zum Baustoff Beton als Teichdichtung gibt es eine Alternative: Dernoton, ein Mineralgemisch speziell für naturnahe Gewässer.
    (Mein Leserbrief diesbezüglich wurde leider bisher nicht veröffentlicht)

  5. Den drei vorherigen Kommentaren kann ich mich vollständig anschließen.
    Auch ich finde neben den zu zahlreichen Baumfällungen besonders ärgerlich, dass der alte Teich verkleinert wird um zur Hittastraße einen Radweg anzulegen, der dann auch noch den Ein-Austritt aus der Unterführung zusätzlich gefährlicher macht.
    Den Vorschlag den schnelleren Radverkehr über Lüpperzender und Gasthausstr. zu leiten finde ich sehr gut!
    Außerdem sollte auf der angedachten Liegewiese westlich des Weihers, Richtung Aacherner Str., eine abgezäunte Hundefreilauffläche mit Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. So hätten auch die zahlreichen Hundehalter ein Angebot und würden sich vieleicht etwas stärker für die Sauberhaltung des Parks interessieren.

  6. Meine Bitte an die Planer:
    Erhaltet die Ursprünglichkeit des Weihers mit alle seinen notwendigen und wichtigen Rückzugsmöglichkeiten für die Tierwelt. Gerade im Zuge des gerade stattfindenden Umdenkens bezüglich Renaturierung der Niers finde ich das künstliche Einengen des Geroweihers in Betoneinfassung eine Farce. Für die Stadt wurde der Klimanotstand ausgerufen und in diesem Zusammenhang muss auch die Umgestaltung des Geroparks zwingende berücksichtigt werden. Also heißt es Bäume (und hier beweist die mags wahrlich schon genug Aktionismus!!!!) und natürlichen Lebensraum erhalten wo es nur geht und den Rest entsprechend inkludieren unter dem Aspekt, was ist notwendig, was wäre schön und was muss nicht sein. Die Vorschläge zu außerhalb des Parks ausgebauter Radwege zur Entzerrung potentieller Konfliktsituationen zwischen Spaziergängern und Fahrradfahrern finde ich sehr gut.

  7. Es wäre nett wenn Sie den Plan in einer angemessen Qualität ins Netz stellen. Ich würde mir gerne eine Meinung bilden, so ist das kaum möglich.

    1. Sehr geehrter Herr Hechler,
      wir haben den aktuellen Plan inklusive einem Link zum Ratsinformationssystem mit allen Informationen veröffentlicht.
      Mit freundlichen Grüßen
      Stefan Sturm

  8. Den Kommentaren kann ich nur völlig zustimmen, und es sind tolle Vorschläge dabei. Das Thema der Neugestaltung geht mir bei Spaziergängen mit meinem Baby grade oft durch den Kopf: Was macht eine Stadt heutzutage zukunftsfähig?

    1. Hitzeschutz. Die Hitzesommer der letzten 5 Jahre geben uns einen kleinen Vorgeschmack. Um als Stadt lebensfähig zu sein brauchen wir, BRAUCHEN, so viele Bäume, wie möglich! Nur durch Bäume heizt sich die Stadt nicht auf 50°C zu einem unerträglichen Backofen auf. Orte wie der Geropark werden immer mehr zu einer dringenden Notwendigkeit. Nur Bäume spenden den Schatten, den Menschen, Tiere und Grasflächen dringend brauchen. Die Liegewiese wird so, wie sie geplant ist, einfach vertrocknen und die Menschen sich darauf verbrennen. Die Wege können im Slalom um jeden.einzelnen.Baum herum gelegt werden. Das hätte zusätzlich den Effekt der Entschleunigung und passt stilistisch zur Niersrenaturierung.
    2. Psychische Gesundheit der Gemeinschaft. Die Erhabenheit und Heilkraft großer Bäume ist unersetzlich. Es ist längst wissenschaftlicher Konsens, dass sie wichtig für die psychische und emotionale Gesundheit von Menschen und Gemeinschaften sind. Grade in Zeiten der Isolation sind das Rettungsanker für viele. Jede Fällung ist ein Baum, der fehlt, und der nicht ersetzt werden kann.
    3. Aufenthaltsqualität. Je mehr Beton, desto mehr sehen die Menschen, die sich an einem Ort aufhalten, aus wie Penner. Bsp: Schillerplatz. Oft sind dort tolle Menschen und interessante Grüppchen, aber durch die trostlose Gestaltung haben sie dennoch etwas verlorenes, rumlungerndes, fehl-am-Platzes.

    Meine Meinung: Wir verkaufen in Mönchengladbach grade unseren Boden für Glasperlen. Der Schillerplatz, Hugo-Junkers-Park, Roemonder Höfe, das „neue Haus Westland“ an der Steinmetzstr. und viele andere, ähnliche Projekte – Mönchengladbach ist dabei von einer B-Stadt zu einer ausgebeuteten Betonwüste zu werden und denkt das wäre ein Aufschwung.

  9. Gibt es die aktualisierten Pläne, die heute in der (kostenpflichtigen) Rheinischen Post veröffentlicht wurden, auch in Kürze auf dieser Plattform zur Einsicht?

    1. Sehr geehrter Herr Jansen,
      wir haben den aktuellen Plan inklusive einem Link zum Ratsinformationssystem mit allen Informationen veröffentlicht.
      Mit freundlichen Grüßen
      Stefan Sturm

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