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Die Umsetzung

Die Umsetzung

Um die Baugrenze am Europaplatz wieder in ihren historischen Verlauf in Verlängerung der Hindenburgstraße an den Hauptbahnhof rücken zu können, wurde seitens der NEW mobil und aktiv Mönchengladbach sowie einem beauftragten externen Planungsbüro zunächst geprüft, inwieweit auch auf einer verkleinerten Fläche ein zukunfts- und leistungsfähiger ZOB realisierbar ist. Das positive Ergebnis der Prüfung war Voraussetzung für die Weiterverfolgung der Vorhaben „19 Häuser“ und der Umsetzung des neuen Busbahnhofes „ZOB mg+“.

Für die Bewertung der Studie wurden das aktuelle Linienkonzept in der dritten Ausbaustufe, Blockabfahrten sowie künftige Entwicklungsoptionen im ÖPNV, wie z. B. die Elektromobilität herangezogen. Eine weitere Anforderung war die Einbindung des Radverkehrs – konkret das Radroutennetz NRW.

Zentrale Ziele waren die Optimierung des Betriebsablaufs, die Verbesserung der ÖPNV-Reisezeit im ZOB, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und der Verkehrssicherheit für die Fahrgäste sowie die Barrierefreiheit. Die Machbarkeitsstudie bestätigt, dass aus verkehrsplanerischer Sicht eine Verkleinerung des ZOB auf dem Europaplatz möglich ist, ohne dass die Leistungsfähigkeit des ÖPNV leidet.

Wie heute soll auch in Zukunft das Zentrum des neuen ZOB direkt vor dem Hauptbahnhof liegen. Hier wird der Hauptbetrieb des ZOB abgewickelt.

Kern der Planung ist eine große Haltestelleninsel in der Mitte. Diese sorgt für einen sicheren und komfortablen Umstieg der Fahrgäste, dient der Orientierung und schafft Übersichtlichkeit. Durch eine Überdachung sind die Fahrgäste vor Regen geschützt. Zur modernen Ausstattung gehören auch dynamische Fahrgastinformationen. Alle hier befindlichen Haltestellen werden in sogenannter „Sägezahnaufstellung“ gestaltet. Diese „Aufstellung“ der Busse ermöglicht ein reibungsloses Ein- und Ausfahren der Solo- und Gelenkbusse, ohne den sonstigen Bus-, Fuß- und Radverkehr zu behindern.

Parallel zum Bahnhofsgebäude sollen fünf weitere Haltestellen, ebenfalls in „Sägezahnaufstellung“, Platz finden.

Ferner befinden sich fünf Haltestellen vor den „19 Häusern“ ebenfalls in „Sägezahnaufstellung“. An der Goebenstraße ist ein neuer Bussteig vorgesehen. An der unteren Hindenburgstraße sollen auf beiden Seiten insgesamt sechs Haltestellen in Längsaufstellung entstehen. Diese sind aber lediglich zu bestimmten Zeitpunkten für die Blockabfahrten erforderlich und kommen voraussichtlich im normalen Busbetrieb nicht zum Einsatz. Zudem wird durch diese Haltestellen die Flexibilität des gesamten Busbahnhofes erhöht. Während der gesamte Bereich des neuen ZOB nur noch für den Busverkehr und für Fahrräder freigegeben ist, sind die untere Hindenburgstraße und die Humboldtstraße für Anlieger weiterhin erreichbar. Insgesamt entstehen auf einer Fläche von 13.100 Quadratmetern 26 barrierefreie Haltestellen. Auch der heutige ZOB hat 26 Haltestellen, allerdings in nicht barrierefreier Ausführung.

Der Schienenersatzverkehr (SEV) soll nach Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach künftig auf der „Rückseite“ des Hauptbahnhofes (Platz der Republik) abgewickelt werden. Die ursprünglich für den SEV vorgesehene Haltestelle auf der Goebenstraße kann dadurch für andere Mobilitätsangebote (z.B. Taxen) genutzt werden.

Durch die Verschiebung des gesamten Busbahnhofes um ca. 1,8 Meter in nördliche Richtung wird die Aufenthalts- und Bewegungsfläche des Bahnhofsvorplatzes räumlich erweitert und damit auch qualitativ aufgewertet. Darüber hinaus wird nach wie vor die multimodale Verknüpfung zwischen ÖPNV und SPNV (Schienenpersonennahverkehr) unterstützt.

Die Zufahrt für die Bundespolizei und anderen Institutionen wird neben dem Hauptbahnhofgebäude weiterhin planerisch berücksichtigt.

Mit der Einrichtung der fünf Haltestellen vor den „19 Häusern“ besteht nun auch die Möglichkeit, alle Blockabfahrten gesammelt an den Haltestellen im Bereich der unteren Hindenburgstraße abzuwickeln. Dadurch werden nicht nur fußläufige Entfernungen zwischen den Haltestellen verkürzt, der neue Busbahnhof wird auch deutlich komprimiert und wirkt damit übersichtlicher. Seitenstraßen wie die Sittardstraße werden dabei frei von Bushaltestellen gehalten. Da auf der Goebenstraße ebenfalls nur eine Haltestelle entsteht, wird an dieser Stelle mehr Freiraum gewonnen, um die Querung zwischen Bahnhofsvorplatz und Vitus-Center/Hindenburgstraße großzügig auszugestalten.

Im Rahmen der Entwurfsplanung wurden Bürger sowie Interessen-, Inklusions- und Behindertenverbände beteiligt.

Am 28.07.2020 fand eine gemeinsame Veranstaltung mit den Interessen-, Inklusions- und Behindertenverbände statt. Dabei war es Ziel, Anregungen möglichst frühzeitig in den laufenden Planungsprozess des Entwurfs mit einfließen zu lassen.

Basierend auf einer Pressemitteilung vom 14.08.2020 wurde im Zeitraum August/September 2020 eine digitale Bürgerbeteiligung umgesetzt. Rund 100 Anregungen und Hinweise haben uns überwiegend per E-Mail erreicht. Einige wenige Anfragen wurden außerdem per Brief eingereicht. Alle Fragen und Anregungen wurden persönlich beantwortet. Eingereichte Vorschläge sind zudem an die Fachplaner weitergeleitet worden, um den Input, soweit möglich, bei den Planungen mitzuberücksichtigen.

Beispiele für Anregungen, die in der Planung berücksichtigt wurden:

  • Besonderes Augenmerk auf Witterungsschutz
  • Barrierefreiheit
  • Aufenthaltsqualität
  • Begrünung Dachflächen Wartehäuschen bzw. Berücksichtigung von ausreichend Grünflächen
  • Besondere Berücksichtigung des Radverkehrs

 

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