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Karres en Brands

Von Einkaufsstraße zu Stadtzentrum

WHY

Die Entwicklung für ein Umgestaltungskonzept für die Hindenburgstraße erfordert die Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen weltweit aber auch in Deutschland im Zusammenleben, Lebensmodellen und sich ständig verändernden Anforderungen an Kaufverhalten, und Ladenkonzepte und die Organisation des Alltags. Die Nutzung des Internets hat einen großen Einfluss auf Muster des täglichen Lebens, und damit auch auf das Kaufverhalten, Ladenkonzepte und Ladenangebot. Das “Daily Urban System“ der Menschen ist stets enger verknüpft mit Online Diensten, was sich widerspiegelt im Kaufverhalten und Einkaufsmuster sowie den damit verbundenen Liefermöglichkeiten der erworbenen Güter.

Flexibilität und Mobilität im täglichen Leben – LIFE ON THE GO

Die Offline Kultur mit ihren klassischen Ladenkonzepten und Dienstleistungen hat sich in den vergangenen Jahrzenten stets mehr zu einer Online Kultur entwickelt, wobei das 24/7 Angebot der Läden im Internet, Home Delivery, digitale Zahlungssysteme, etc. Flexibilität im Einkaufsverhalten bieten. Die steigende Flexibilität und Mobilität im täglichen Leben sorgen für einen neuen Lebensstil – ONLIFE! Die Qualitäten der klassischen Einkaufskultur werden verknüpft mit der neugewonnenen Flexibilität. Konventionelle Ladenstandorte und Einkaufsmuster machen stets mehr Platz für innovative Einkaufskonzepte und Restaurants, um die täglichen Bedürfnisse zu decken.

Die Umgestaltung der Hindenburgstraße zu einer lebendigen Straße für Mönchenglad-bachs Stadtleben erfordert demnach einen großen Entwicklungsschritt mit Mut zum Umdenken.

HOW – Von Straße zu STADT

In der heutigen Situation erstreckt sich die Hindenburgstraße als lineare Struktur vom Bahnhof zum Alten Markt. Die verschiedenen Bereiche sind geprägt durch eigene Qualitäten und räumliche Beziehungen zu den jeweiligen angrenzenden Stadt-quartieren und bieten damit Potentiale für eine Entwicklung des umliegenden Stadtraumes.

Die Strategie sieht vor, die Hindenburgstraße mit den angrenzenden Nachbarschaften zu vernetzen. Hiermit wird ein neues Zentrum geschaffen, das sich aus drei unterschiedlich geprägten Quartieren zusammensetzt – Die Straße wird zur STADT!

Drei Quartiere statt einer Straße

Der neue Distrikt bildet sich aus 3 verschiedene Quartieren mit jeweils eigenen Kernqualitäten und seiner eigenen DNA:

·         STADTHerz (Alter Markt) – Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Gastronomie

·         STADTBalkon (Mittelteil Hindenburgstraße) – Wohnen, Kultur, Grün

·         STADTQuartier (Bahnhof bis Shoppingcenter Minto) – Wohnen,

Stadterneuerung, Kompakt- und Onlife-Shopping

Jedes dieser Quartiere wird in der Zukunft durch eine andere Mischung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit/ Gastronomie und Einkaufen geprägt und erhält damit jeweils eine eigene Identität mit einem spezifischen Charakter. Alle Eingriffe im öffentlichen Raum verstärken auf verschiedenen Maßstabsebenen die jeweilig eigene neue Identität.

Die Umsetzung dieser Strategie beinhaltet demnach nicht nur die Neugestaltung des Straßenraumes, sondern umfasst ebenso einen Eingriff in die städtebauliche Situation.

WHAT – Drei Quartiere

Die DNA der drei Quartiere wird durch die jeweiligen Eingriffe und Gestaltungs-maßnahmen im öffentlichen Raum herausgearbeitet und verstärkt.

STADTHerz

Das Quartier um den Alten Markt mit der Verbindung zum Bunten Garten bekommt einen grünen Charakter. Der Straßenraum wird begrünt! Die Anpflanzung von neuen Bäumen, Schaffung von Fassadengrün und Staudenbeeten sorgen für ein besseres Stadtklima, Biodiversität und verstärkt den grünen Charakter. Ein Wadi bietet die Möglichkeit, das anfallende Oberflächenwasser aufzufangen. Der Alte Markt erhält durch die Anpflanzung von Bäumen eine grüne Ausstrahlung und bietet damit einen attraktiven Ort für Gastronomie. Ein neues Wasserelement schafft einen attraktiven Anziehungspunkt auf dem Alten Markt.

STADTBalkon

Der mittlere Teil der Hindenburgstraße bietet ein besonderes Potential durch seine Lage oberhalb des Grünzuges mit dem Hans-Jonas-Park, Geropark und Abteigarten. Die Gebäudekante der Hindenburgstraße wird an einigen strategischen Stellen „perforiert“.  „Grüne Finger“ schaffen eine direkte Verbindung zum Park und lassen die Topgrafie sichtbar werden. Rückseiten der Wohngebäude werden zu Vorderseiten mit Ausrichtung zum Park. Die bestehende Topografie wird durch die Schaffung von grünen Terrassen mit Stauden und Bäumen verstärkt. In den dadurch entstehenden Rändern werden robuste Sitzbänke aufgenommen.

StadtQuartier

In seiner Funktion als Einkaufsstraße bleibt dieser Teil der Straße im Wesentlichen erhalten. Eingriffe in die städtebauliche Struktur an beiden Seiten der Hindenburg-straße schaffen ein neues innovatives und lebendiges Wohn-, Arbeits- und Einkaufsquartier. Bestehende Wohnblöcke werden ergänzt und verdichtet, wie beispielsweise die aktuelle Entwicklung im direkten Umfeld des Bahnhofes. Die Verdichtung der Bebauung bietet ein großes ökonomisches Potential und dient gleichermaßen dazu, den Straßenraum intimer und attraktiver zu gestalten.

Die bestehende Baumstruktur wird in diesem Bereich großzügig ergänzt.

Öffentlicher Raum 

Die gesamte Hindenburgstraße wird in ihrem Profil zu einem One-Service-Profil (Shared space mit markierter Busfahrbahn) angepasst und mit einem neuen Bodenbelag aus Betonpflaster mit Natursteinvorsatz versehen. Die Busfahrbahn wird dabei deutlich markiert. Verschieden breite Streifen in verschiedenen Grautönen akzentuieren die Topografie der Hindenburgstraße und weisen einen Verlauf von Hell nach Dunkel auf. Der Belag gleicht einem Teppich als Hommage an die Tradition der Leinenweberei in der Geschichte der Stadt Mönchengladbachs.

Um ein Abrutschen des Bodenbelags in steilen Straßenbereichen und die Bildung von Spurrinnen zu verhindern wird das ecostone – System angewendet. Hierbei werden sogenannte Latten im Straßenaufbau integriert, um ein Abrutschen des Straßenbelags zu verhindern.

Im Bereich des Alten Marktes wird ein abweichender Belag vorgeschlagen. Rechteckige Platten formen ein Raster, die an die historische Nutzung als Marktplatz erinnern. Ebenso dienen erhöhte Platten als Markierung/ Abgrenzung der Busfahrbahn.

Das neue Stadtmobiliar hat eine robuste und zeitgemäße Ausstrahlung. Die Straßen-beleuchtung wird asymmetrisch im Straßenprofiel platziert.

Die vier benötigten Bushaltestellen haben je nach Quartier einen eigenen Charakter. So wird die Bushaltestelle im Bereich der Grünen Meile in der Architektur der Markt-halle aufgenommen, während die Bushaltestelle im Bereich des Stadtbalkons mit einem Gründach eine Verbindung zum Park herstellt.

Die Strategie zur Entwicklung des neuen Stadtdistriktes ist ein Ansatz zur Aufwertung des gesamten Stadtquartiers. Nicht alle Entwicklungen können gleichzeitig erfolgen, bieten jedoch einen Kader mit Entwicklungspotentialen.

Planungsidee (hier klicken) 

Lageplan (hier klicken)

Visualisierung (hier klicken)

Entwurf von:

Karres en Brands

Was ist mg-act?

mg-act.de ist die städtische Internetseite für Jugendliche in Mönchengladbach.
Hier veröffentlichen Jugendliche ihre eigenen Text-, Hör- und Videobeiträge über alles, was sie interessiert. Außerdem kündigen wir Veranstaltungen und Workshops an, zeigen, wo was los ist und bieten Infos zum Leben im Netz und in der Stadt. Mitmachen? Aber bitte unbedingt!