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Anerkennung Trüper Gondensen und Partner mbB TGP Landschaftsarchitekten BDLA

Trüper Gondensen und Partner mbB TGP Landschaftsarchitekten BDLA

Verfasser: Tonio Trüper
Mitarbeiter: Juan Severino, Carlo Maiocchi, Milena Stolzenburg, Shresthankar Das Sankar
Fachplaner:

 

Die Planungsidee für den Johann-Peter-Boelling-Platz

Auf der Höhe des ehemaligen Judentors führt im Verlauf der alten Stadtmauer die Kriechelstraße zum Johann-Peter-Boelling-Platz. Mit der Verlegung der Tiefgarageneinfahrt wird die Möglichkeit genutzt, einen verkehrsfreien Stadtplatz zu schaffen, der den grünen Stadtbalkon im Süden der Stadt einläutet.

Der Verkehr wird von der Abteistraße kommend einspurig über einen Kreisverkehr in die Tiefgarage des Q-Parks geführt und erschließt gleichzeitig die verkehrsberuhigten Flächen vor dem Museum Abteiberg und dem Humanistischen Gymnasium Mönchengladbach. Nach der Umfahrung des Kreisels können die Eltern in einer kiss and learn Zone halten und ihre Kinder absetzen. Die Zone erhält bewusst keine gesonderte Pflasterung, sondern ordnet sich der neuen Gestaltung des Johann-Peter-Boelling-Platz unter.
Während der Verkehr über eine Fahrbahn aus Asphalt geführt wird, setzt sich auf der Platzfläche das Material der Innenstadt, die 40x40cm großen Basaltlavaplatten im Reihenverband fort. Die innere Platzfläche ist als wassergebundene Wegedecke ausgebildet.

Bestehende und neue Amberbäume des grünbunten Bandes formieren sich auf dem Johann-Peter-Boelling-Platz zu einem Baumkarree. Dessen Mitte ist als freie Platzfläche Bewegungs- und Spielraum. Eine große und eine kleine Schaukelbank sind für Schüler des Gymnasiums wie für Museumsbesucher Aufenthalts- und Spielpunkt. Der Zugang zur Tiefgarage wird als transparente in den Abendstunden illuminierte Kleinarchitektur auf der östlichen Platzhälfte platziert.

Der Platz als Baumkarrees definiert die Platzmitte und gleichzeitig die Vorfelder vom Museum Abteiberg und dem Haus der Erholung neu. Der ´Kunstrasen´ vor dem Hans Hollein Bau und das wieder gärtnerisch angelegte Vorfeld des klassizistischen Erholungshauses erfahren durch die räumliche Besetzung der Platzmitte eine zuvor vermisste Eigenständigkeit.

Darüber hinaus wird der Johann-Peter-Boelling-Platz stadträumliches Scharnier innerhalb des kulturellen und grünen Ensembles auf dem Kulturhügel bestehend aus dem Museum Abteiberg mit Skulpturengarten, dem Humanistischen Gymnasium Mönchengladbach, dem Haus der Erholung und dem weitläufigen Hans-Jonas-Park im Osten.

Auszug aus der Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser verstehen den Johann-Peter-Boelling-Platz als zentralen Stadtraum und Auftakt des südlichen Stadtbalkons. Zwei Passagen verknüpfen dabei das ‘kulturelle Ensemble’ mit dem ‘urbanen Stadtraum’ Alter Markt/Hindenburgstraße. Ein sogenanntes ‘grünbuntes Band’ aus Großbäumen und Staudenpflanzungen prägt die östliche Passage und verbindet die Hindenburgstraße im Bereich Judentor mit dem Johann-Peter-Boelling-Platz. (…)
Zentrales Element ist ein Baumkarree, das als prägnante Raumfigur verständlich und angemessen die Platzmitte neu definiert. Kritisch diskutiert wird die weitere Ausformulierung der neuen Platzmitte. So können die dargestellten Nutzungsangebote und Aufenthaltsqualitäten nicht überzeugen und die Positionierung des Aufzugs als räumlicher Schwerpunkt im Baumkarree erscheint unangemessen. Wohltuend unaufgeregt hingegen erscheinen die Gestaltungen der Außenräume der angrenzenden Kulturbauten Museum am Abteiberg und Haus Erholung. Der Anschluss an den Hans-Jonas-Park gelingt durch eine selbstverständliche Erweiterung der Parkflächen und schafft einen guten Übergang zum Haus Erholung. (…)
Insgesamt liefert die Arbeit durch ihre konzeptionellen Ansätze einen guten Beitrag zur Diskussion, zeigt aber in der räumlichen Vertiefung eine Reihe an gestalterischen und funktionalen Schwächen.

Was ist mg-act?

mg-act.de ist die städtische Internetseite für Jugendliche in Mönchengladbach.
Hier veröffentlichen Jugendliche ihre eigenen Text-, Hör- und Videobeiträge über alles, was sie interessiert. Außerdem kündigen wir Veranstaltungen und Workshops an, zeigen, wo was los ist und bieten Infos zum Leben im Netz und in der Stadt. Mitmachen? Aber bitte unbedingt!