Wieviel grüner wird die Hindenburgstraße?
Die Hindenburgstraße wird deutlich grüner und klimaangepasster gestaltet. 24 bestehende Amberbäume sollen erhalten bleiben und durch 20 neue Bäume ergänzt werden. Großzügige Baumquartiere mit Stauden und Bodendeckern verbessern die Bodenqualität und fördern die Biodiversität.
Zusätzliche Pflanzinseln mit Sitzgelegenheiten schaffen neue Aufenthaltsräume. Auch die Nordseite wird entsiegelt und begrünt. Regenwasser wird gezielt zur Bewässerung der Vegetation genutzt. So entsteht ein grüner, lebenswerter Stadtraum mit deutlich höherer Aufenthaltsqualität.
Wird es Angebote für Kinder geben?
Ja, im Rahmen der Umgestaltung ist auch ein kindgerechtes Angebot vorgesehen. Vor dem P&C-Gebäude entsteht eine bespielbare Fläche, die speziell für Kinder gestaltet wird. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Spielplatz, sondern um einen sicheren, von der Fahrbahn abgetrennten Bereich mit dezenten, erlebnisorientierten Elementen – wie Balanciermöglichkeiten oder interessante Formen zum Entdecken und Spielen. So wird die Straße auch für Familien attraktiver und kinderfreundlicher gestaltet.
Was passiert mit den Bussen in der Hindenburgstraße?
In der Hindenburgstraße wird die Nutzung für den Öffentlichen Verkehr neu geregelt. Der Busverkehr wird auf die Strecke eines Pendelbusses beschränkt. Das bedeutet, dass in Zukunft nur noch ein Pendelbus auf der Straße verkehren wird, der die Strecke zwischen wichtigen Punkten der Innenstadt bedient.
Ziel dieser Maßnahme ist es, den Verkehr zu entlasten und gleichzeitig mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und Grünflächen zu schaffen. Der allgemeine Busverkehr sowie der motorisierte Individualverkehr werden nicht mehr durch die Hindenburgstraße fahren, um die Aufenthaltsqualität und die Umgestaltung der Straße zu fördern.
Was wird zur Regenwasserbewirtschaftung unternommen?
Die Hindenburgstraße wird gezielt an den Klimawandel angepasst – vor allem durch ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Das natürliche Gefälle der Straße wird genutzt, um Regenwasser in neu angelegte Baumquartiere und Grüninseln zu leiten. Diese Flächen sind so gestaltet, dass das Wasser dort versickern und zur Bewässerung der Pflanzen beitragen kann.
Die bestehenden Straßenrinnen bleiben erhalten, um bei Starkregen eine sichere Ableitung über den Kanal zu gewährleisten. Zusätzlich sorgen Notabläufe in den Grünbereichen für einen geregelten Wasserabfluss. So wird Regenwasser nicht einfach abgeleitet, sondern sinnvoll genutzt – für gesunde Bäume, lebendige Vegetation und ein besseres Mikroklima.
Welche Gebäude werden genau abgebrochen?
Der Abbruch ist für den Sommer 2025 angesetzt, die Neugestaltung wird dann voraussichtlich im 2. Quartal 2026 beginnen.
Wie viel grüner wird es im Durchstich zum Museum?
Der neue Durchstich zum Museum Abteiberg wird zu einer grünen Oase im Zentrum Mönchengladbachs. Durch den Rückbau bestehender Gebäude entsteht eine entsiegelte Fläche, auf der 10 klimaresiliente Bäume gepflanzt werden. Ergänzt wird das Grün durch höhengestaffelte Vegetationsflächen mit Stauden und Gräsern, die auch als Sitzstufen nutzbar sind.
Diese neuen Grünflächen erfüllen wichtige ökologische Funktionen: Sie speichern Regenwasser, ermöglichen dessen ortsnahe Versickerung und verbessern durch Verdunstung das Stadtklima. Zusätzlich werden freigelegte Fassaden begrünt, um Hitzebildung zu vermeiden.
Der Durchstich wird somit nicht nur funktional, sondern auch ökologisch und gestalterisch deutlich aufgewertet – als grüner, lebendiger Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Was passiert mit dem Kunstwerk Donkey’s Way?
Das Kunstwerk der Künstlerin Rita McBride wird in gemeinsamer Kooperation neu in die Platzgestaltung integriert und inszeniert. Die Esel bleiben demnach auf dem Platz erhalten und erhalten lediglich eine neue Struktur.
Wie viel kosten die Maßnahmen?
Die Maßnahmen ist aktuell mit förderfähigen Gesamtkosten von rund 3,63 Millionen Euro veranschlagt.
Rund 80 % davon (ca. 2,44 Mio. Euro) werden über das Städtebauförderprogramm 2024 finanziert, den Rest trägt die Stadt.
Künftig wird mit einem jährlichen Unterhaltungsmehraufwand von etwa 12.600 Euro gerechnet.
Welche weiteren Maßnahmen werden im Kontext der Maßnahme umgesetzt?
Im Rahmen die städtebauliche Fördermaßnahme M07 werden insgesamt fünf Teilprojekte geplant:
- Umgestaltung Alter Markt im Rahmen eines freiraumplanerischen Wettbewerbs
- Durchstich zum Museum Abteiberg
- Aufwertung obere Hindenburgstraße
- Umgestaltung Sonnenhausplatz
- Aufwertung der Altstadtstraßen
Wie sieht die Reihenfolge der Umsetzungen aus?
Mai 2025 Abriss der Gebäude am Durchstich zum Museum
Anfang 2026 Umsetzung des Entwurfes zum Durchstich Museum
Anfang 2027 Umsetzung des Entwurfes zum Sonnenhausplatz
Anfang 2028 Umsetzung der Planungen zur oberen Hindenburgstraße
Wie wurde / wird über die Planung informiert?
Die Planungen zur Umgestaltung der Hindenburgstraße wurden in den letzten Jahren breit und transparent kommuniziert:
- 2022: Erste Öffentlichkeitsbeteiligung über die Website des Quartiersmanagements – Bürger:innen konnten Ideen und Wünsche zur künftigen Nutzung und Gestaltung einbringen.
- Mai 2023: Vorstellung der Vorentwurfsplanungen beim Tag der Städtebauförderung mit einem Infostand auf der Hindenburgstraße.
- Juni–August 2023: Online-Beteiligung zur Bewertung der Entwürfe des Büros Karres en Brands. Die Beteiligung wurde über soziale Medien, Presse, Plakate und Flyer (1.000 Stück) beworben. Über 1.220 Personen nahmen teil.
- September 2023: Ergebnisse der Beteiligung wurden in politischen Gremien im Rahmen der Vorlage 2459/X präsentiert.
- Oktober 2023: Informationsveranstaltung im Museum Abteiberg, bei der die finalen Vorentwürfe vorgestellt wurden.
- 10. Mai 2025: Erneute öffentliche Vorstellung der finalen Planung durch das Büro GTL (Hamburg) beim kommenden Tag der Städtebauförderung.
Welchen Mehrwert bieten die Maßnahmen der Innenstadt?
Die geplante Maßnahme leistet mit der Neupflanzung von insgesamt 46 neuen Bäumen, der Entsiegelung und Begrünung von 2.369 m² vormals asphaltierter oder bebauter Flächen, sowie der Schaffung neuer Wegebeziehungen, Sitz- und Verweilmöglichkeiten einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und zur Verbesserung des Stadtklimas.

