arbos landscape GmbH, Hamburg
Verfasser Torben Ziesing
Mitarbeiter Sophia Waldbauer, Fenja Winterfeldt
Fachplaner Willner Visualisierung
Die Planungsidee für den Johann-Peter-Boelling-Platz
Der Johann-Peter-Bölling-Platz erfährt eine ebenso grundlegende Transformation. Bislang fungiert er überwiegend als verkehrlich überformter Zwischenraum mit geringen Aufenthaltsqualitäten. Die Nähe zur Schule, zum Museum und zum Haus der Erholung bietet jedoch große Potenziale, die durch die Neugestaltung aktiviert werden. Zentraler Ansatzpunkt ist hier die Neuordnung des Verkehrs. Die Einfahrt zur Tiefgarage wird verlegt und entlang der Platzkante geführt, wodurch im Platzinneren neue, zusammenhängende Freiräume entstehen. Im direkten Umfeld der Schule wird ein funktional
gegliederter Vorplatz ausgebildet. Sechs „Kiss & Go“-Stellplätze in Längsaufstellung ermöglichen sicheres Ankommen und kurze Wege. Eine kleine Wendeschleife aus Rasenfugenpflaster – auf derselben Spur wie die Zufahrt zum benachbarten Parkhaus – sichert eine reibungslose Verkehrsführung ohne zusätzliche Versiegelung.
Der neue Schulvorplatz wird durch drei großflächige, begrünte Inseln gegliedert. Die östlichste Insel nimmt den neuen Fahrstuhlder Tiefgarage auf, der behutsam in die Grünstruktur eingebettet wird. Großzügige Sitzbänke unter schattenspendenden Bestandsbäumen laden zum Aufenthalt ein. Ergänzt wird das Angebot durch ein großes kombiniertes Sitz- und Spielelement, das generationenübergreifende Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Die mittlere Grünfläche ist wie am Alten Markt leicht gemuldet, sodass sie temporär Regenwasser aufnehmen und über Verdunstung das
Kleinklima verbessern kann.
Das gestalterische Prinzip der Inseln wird auf der angrenzenden Grünfläche am Museum weitergeführt. Hier sorgen zusätzliche Gehölze, sanfte Topografien und künstlerisch gestaltete Elemente zum Sitzen und Spielen für eine atmosphärische Weiterführung des Platzes. Der Vorplatz des Hauses der Erholung erhält eine neue Symmetrie durch eine zentral gelegene Rampe sowie ein kleines Wasserspiel, das dem Ort eine neue Aufenthaltsqualität verleiht. Die Anlieferung zur Küche bleibt erhalten, der bisherige Parkplatz wird jedoch vollständig zurückgebaut. An den Rändern entstehen neue Sportangebote wie Tischtennisplatten, die den Platz stärker auch für Jugendliche und Bewegungsaktive öffnen. Zusätzliche Grüninseln mit kleinkronigen Bäumen und Sträuchern schaffen Schatten und geben dem Platz ein stärkeres landschaftliches Gepräge.


